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2022: Rückblick

2022 ist der GENERALI BERLINER HALBMARATHON nach einer Absage und einer Verschiebung wegen Corona wieder an seinen angestammten Termin Anfang April zurückgekehrt. Und das Rennen ist auf dem Weg zurück zur alten Größe: Über 23.000 finishten ihr Rennen in den unterschiedlichen Wettbewerben am Brandenburger Tor. In diesem digitalen Magazin findest du die schönsten Fotos, jede Menge Storys von Spitzen- und Hobbyläufer:innen und alle wichtigen Infos rund um deinen Lauf.

Unterstützung für

Unterstützung für Geflüchtete Beim GENERALI BERLINER HALBMARATHON waren 51 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Ukraine am Start. Einige von ihnen sind vor dem Krieg nach Deutschland geflüchtet. So wie Tetjana Kuzina, die 2006 beim New York-Marathon auf den zweiten Platz lief und sich danach in Kiew eine Existenz als Lauftrainerin im von ihr gegründeten Laufclub aufbaute. Der Angriff Russlands auf ihr Heimatland zwang sie und ihre beiden Kinder zur Flucht nach Deutschland. Nach dem Ende des Krieges will SCC EVENTS, der Organisator des GENERALI BERLINER HALBMARATHON, die 46-Jährige beim Wiederaufbau des Clubs unterstützen. Dass sie gemeinsam mit der Regierenden Bürgermeisterin Franziska Giffey die Teilnehmenden auf die Strecke bringen durfte, war der symbolische Beginn dieser Partnerschaft.

Vor 16 Jahren lief eine Läuferin aus der Ukraine beim New York-Marathon in 2:26:05 Stunden auf Rang zwei. 2006 war das Jahr der Tetjana Gladyr: Im Frühjahr hatte sie bereits den Rom-Marathon gewonnen und dabei mit 2:25:44 Stunden einen ukrainischen Rekord aufgestellt. Seit ihrer Hochzeit mit Oleksandr Kuzyn, der 2007 beim Linz-Marathon mit 2:07:33 Stunden ebenfalls eine Spitzen-Marathonzeit lief, heißt sie Tetjana Kuzina und hat sich in Kiew einen Namen als bekannteste Lauftrainerin der Stadt, wenn nicht sogar der ganzen Ukraine gemacht. Mit dem völkerrechtswidrigen Überfall Russlands auf ihr Heimatland fand das ein abruptes Ende. Sie musste den von ihr gegründeten Laufclub vorläufig aufgeben und flüchtete zusammen mit ihrem elfjährigen Sohn und der fünfjährigen Tochter nach Magdeburg. Ihr Mann kümmert sich jetzt zusammen mit den anderen männlichen Mitgliedern des Clubs um die humanitäre Hilfe für die Menschen in Kiew. SCC EVENTS will nach dem Ende des Krieges eine Partnertschaft mit Tetjanas Laufclub eingehen, um ihn beim Wiederaufbau zu unterstützen. „Psychologische Hilfe wird das wichtigste sein“, sagt sie und weist auf den Lauf hin, den ihr Club immer am 24. August, dem Unabhängigkeitstag der Ukraine, organisiert. Dabei wird in vielen ukrainischen Städten gelaufen. Diesen Lauf mit Spenden zu unterstützen wäre auch eine große Hilfe und der Anfang des Wiederauferstehens der Laufszene in der Ukraine, wenn der Krieg endlich zu Ende ist. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey bekundete vor dem Start zusammen mit Tetjana Kuzina ihre Solidarität mit der Ukraine.

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